Die AfD saß im Studio – Katastrophenmoderation im TV-Duell

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Die Süddeutsche titelt: Die Angst der Moderatoren vor dem Mob. Zu Recht finde ich.

Und weiter: “Wenn das TV-Duell gescheitert ist, dann vor allem wegen der vier Fragesteller. Welche Schwerpunkte sie setzten und wie sie das Thema Flüchtlinge behandelten, zeigte: Die AfD saß mit im Studio. ” Da kann ich nur zustimmen.

Quelle: SZ vom 4.9., Artikel: Die Angst der Moderatoren vor dem Mob

Auszüge:

Der Block zur Migrationspolitik nimmt mehr als die Hälfte der Sendezeit ein. Obwohl das nur eines von vier Themen in diesem Duell ist. Nein, der allgemeine Tenor aller Fragen zu Flüchtlingen und Migration scheint sehr deutlich von der Angst geprägt zu sein, den Sorgen und Nöten des “Wir sind das Volk”-Mobs da draußen am Ende nicht genug Raum gegeben zu haben. Die AfD saß mit im Studio.

Viele Menschen stellen sich solche Fragen, kein Zweifel. Und Politiker müssen sie beantworten können. Aber es sollten vielleicht auch ein paar Fragen von der anderen Seite auf dem Zettel stehen. Nach den Zuständen in libyschen Lagern, nach den Toten im Mittelmeer oder nach Anschlägen auf Flüchtlingsheime in Deutschland. Nur als Beispiele.

Aber danach fragt genau: niemand.

Zu diversen zentralen Themen hätten manche Wähler gern die Ideen der Kandidaten gehört. Aber als etwa endlich Block drei “Soziale Gerechtigkeit” aufgerufen wird, da ist die Sendezeit schon arg knapp.

“Wir können’s auch schnell machen”, sagt Sandra Maischberger, als würden Sozialthemen ohnehin keinen interessieren. Und so machen sie es dann auch. Ein paar Fragen zur Rente, eine Bitte um eine Modellrechnung zur Steuerentlastung für eine vierköpfige Familie. Das war’s.

 

 

 

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